Timisoara – Mica Viena­čî╣

Timisoara entdecken … am besten auf einem Rundgang ├╝ber den Domplatz. vorbei am Barockensemble und zum Freiheitsplatz, zur Synagoge und weiter zum Victoriaplatz. Hier g├Ânn ich mir eine Pause im SymphonieCaf├ę.

Dann die ersten Maroni dieses Jahres, ich nasche an einem sonnigen Pl├Ątzchen vor der Kathedrale. Die im altrum├Ąnisch-moldawischen Stil gebaute Kathedrale von innen zu erleben, ist dann ein Highlight f├╝r sich: innen kommt┬┤s mir wie in einem Tempel vor – ohne Sitzreihen macht man es sich hier auf Teppichen am Boden bequem, verehrt verschiedenste Heiligenbilder an den W├Ąnden und nur in der Seitennische gibt es ein paar St├╝hle zum Hinsetzen auf konventionelle Art. Man stellt Kerzen ins Wasserbad und kauft kleine Zettelchen f├╝r W├╝nsche f├╝r die Toten. Hier wird die Religion scheinbar recht ernst genommen, Frauen bedecken ihr Haar.

 

Dann mach ich mich ├╝ber die Br├╝cke auf den Weg zur S├╝dseite des Bega, hier ist alles alt, sch├Ân, ruhig … mit netten Roseng├Ąrten, die abbrechenden Fliesen an der Synagoge glitzern in der Sonne.

Ich schlendere ├╝ber einen gro├čen Marktplatz und da gibtÔÇÖs ganz sch├Ân interessantes Obst und Gem├╝se, dass ich teilweise noch nie gesehen haben ÔÇô ÔÇ×haarige ├äpfelÔÇť zum Beispiel. Besonders spannend das Sauerkraut, dass als ganzer Kopf im Holzfass vor sich hin fermentiert, die Kommunikation mit den Standlern gestaltet sich etwas kompliziert aber was wohl auf der ganzen Welt verstanden wird, ist dem anhabigen Standler zu verstehen zu geben, dass ich schon vergeben bin ­čśë

Jetzt geht┬┤s zur├╝ck auf die Nordseite, im gl├╝henden Sonnenschein, es ist ein herrliches Altweibersommer-Wochenende und an der Theresienbastei leg ich eine kleine Rast ein. Zur├╝ck in die Altstadt, die Abendsonne im botanischen Garten genie├čen und dann hab ich mir aber ein Langosi verdient. Das schnelle Abendessen mit Emil im Foodcourt einer Shoppingmall gibt nicht allzuviel her aber es ist auf jeden Fall interessant, das bunte Treiben zu beobachten, ich f├╝hl mich ein bisschen wie in Brasilien daheim.

Ich schlie├če mich einer Stadtf├╝hrung an, um noch ein bisschen mehr ├╝ber die Geschichte der Stadt zu erfahren und das Leben der Menschen w├Ąhrend des Kommunismus unter Nicolae Ceausescu. Da erfahre ich auch, dass die Bev├Âlkerung mittleren Alters deshalb so irrsinnig viel Fleisch essen weil sie es ja so lange entbehren mussten. Bis heute schaufeln sie daher anscheinend t├Ąglich Mengen in sich um zu kompensieren…

Worauf ich mich besonders freue: ein Besuch im nahegelegenen Freilichtmuseum. Ich mache Bekannstschaft mit noch ein paar Couchsurfern und probiere Baumkuchen, Kartofi Spirulati und Mici ÔÇô quasi┬ádie rum├Ąnische Variante der Cevapcici ­čśë

Das Highlight dann am Sonntag: Chopper fahren! Mit einer Kawasaki Classic geht┬┤s durch die nahegelegenen Weinberge auf ein Pferdegest├╝t und mit Fischteich und netten Caf├ęs.

Ein Flug in den wundersch├Ânen Sonnenuntergang hinein bringt mich zur├╝ck nach London ÔÇô ├╝ber die Donau, Blick auf den Plattensee und die Pusztaregion, Wien bei Nacht und dann bin ich im Reich der Tr├Ąume…

Emil – mein ehemaliger Mitbewohner in Wien – es war gro├čartig, dich nach so vielen Jahren endlich mal wieder zu sehen, in deiner Heimatstdt. Herzlichen Dank f├╝r deine Gastfreundschaft und alles, alles Gute f├╝r deine Pl├Ąne, auf allen Kontinenten dieser Erde zu leben ­čśë

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